Interview mit Sylvia von Happycitykids

Heute stelle ich Euch Sylvia von www.happycitykids.de , sie lässt Spielteppiche mit verschiedenen Stadtmotiven herstellen und vertreibt sie in ihrem Online Shop und auf verschiedenen Messe. Auf einer diese Messen habe ich Sylvia kennengelernt. Sie hatten ihren Stand mit den tollen Teppichen neben mir. Ich habe nicht nur einen tollen Teppich für mein Atelier gekauft, wir haben uns sofort gut verstanden.

Aber liebe Sylvia, erzähle lieber selbst von Dir und Deinem Business!

Wer bist Du und wieviele Kinder in welchem Alter hast Du ? 

Liebe Marlene, wirklich schön, dass wir uns auf der Kreativwelt in Frankfurt kennengelernt haben und ich Teil deiner neuen Interviewreihe sein darf. 

Ich bin Sylvia, 47 Jahre, verheiratet und Mutter von 2 Kindern im Alter von 11 und 14 Jahren. Zusammen mit unserem kleinen Hund leben wir in einer schönen Altbauwohnung im Herzen Frankfurts. 

Was hast Du vor happycitykids gemacht und wie bist Du auf die Idee gekommen?

Ach, die Lebenswege sind ja nicht immer ganz gerade, aber genau das macht das Leben ja so spannend…. 

Ach, die Lebenswege sind ja nicht immer ganz gerade, aber genau das macht das Leben ja so spannend…. 

Sylvia von Happycitykids

Nach meinem Studium der Oecotrophologie (Ernährungswissenschaften) und meiner Diplomarbeit in Indonesien, wollte ich eigentlich einen anderen Weg einschlagen. Durch ein Praktikum in Köln bin ich dann aber ins Produktmanagement gerutscht, wo es mir so gut gefallen hat, dass ich dort hängen geblieben bin. Hier konnte ich neue Produkte schaffen und meine Organisationstalent gepaart mit meiner Kreativität ausleben. 2001 hat mich der Job dann von Köln nach Frankfurt zur Merz Consumer Care GmbH geführt, wo ich 15 Jahre in verschiedenen Positionen im Bereich Marketing & Kommunikation für Produkte von Badezusatz bis Vitaminen zuständig war. 

Spielteppich Berlin von Happycitykids

Die Idee mit den Spielteppichen im Stadtdesign wurde schon 2007 geboren. Damals war mein autobegeisterter Sohn 3 Jahre und ich auf der Suche nach einem schönen Straßen-Spielteppich für ihn. Mir haben aber weder die Materialien, noch die Designs der Spielteppiche gefallen, die damals auf dem Markt waren. Also machte ich mir Gedanken, wie man es anders machen könnte und schrieb ein Konzept. Die Idee vom individuellen Stadtdesign entstand, da schon damals Individualisierung von Produkten ein Thema wurde. Jetzt fragst Du dich sicher, warum es bis zur Umsetzung und Gründung von HappyCityKids so lange gedauert hat? 
Ich hatte einen guten Job, der mir Spaß machte und nette Kollegen. Job plus Familie haben mich allerdings schon mehr als 100% ausgefüllt, sodass absolut keine Zeit blieb, nebenbei noch eine Selbstständigkeit aufzubauen. Daher geriet die Idee der „Spielteppiche im Stadtdesign“ etwas aus dem Fokus. 2017 war die Zeit dann aber reif für einen neuen Schritt! Der Job erfüllte mich nicht mehr so wie früher und der Wunsch nach Selbstständigkeit wurde immer größer. Ich habe gekündigt und mir die Idee der „Spielteppich im Stadtdesign“ wieder vorgeknöpft. Jetzt wollte ich es richtig angehen und umsetzen, auch wenn meine eigenen Kinder bereits aus dem Alter raus waren. 

Du hast ja schon 2 größere Kinder, wie sieht Dein Alltag aus? Wo gibt es da manchmal Schwierigkeiten? 

Ja, meine Kids sind mittlerweile schon recht groß und selbstständig. Das macht vieles einfacher wie z.B. das Arbeiten im Home-office während sie zu Hause sind oder auch die Organisation, wenn ich auf Messen unterwegs bin. Schade ist nur, dass ich sie nicht mehr als Fotomodells für meine Spielteppiche nehmen kann. Das würde einiges einfacher machen…

Konkret sieht mein Alltag so aus, dass ich um 6 Uhr aufstehe, mit dem Hund rausgehe, Frühstück und Pausenbrote vorbereite, die Kinder wecke und mich selbst fertig mache. Wenn dann alle kurz vor 8 Uhr aus dem Haus sind setze ich mich an den Schreibtisch. Mittags muss ich dann kurz mit dem Hund raus, was ich mittlerweile als Bereicherung sehen, da es den Kopf wieder frei macht. Wenn die Kids nach Hause kommen, unterstütze ich – wenn nötig – beim Lernen oder muss gelegentlich Mama-Taxi spielen. Das wird aber immer weniger, da sie viele Wegen bereits alleine zurücklegen. 

Ich sehe für die Organisation mit den Kindern nur Vorteile gegenüber früher. Ich bin als Ansprechpartner meistens da, auch wenn sie mich zunehmend weniger brauchen/sehen wollen.  Im Gegensatz zu meinem Job vorher kann ich mir die Zeit einfach freier einteilen. Ich stehe z.B. auch in den Ferien um 6 Uhr auf und arbeite schon viel weg bis die Kids irgendwann zwischen 10-11 Uhr aufwachen. Dann kann ich mir aber die Zeit nehmen, um kurz mit ihnen zu frühstücken und den Tag zu besprechen. Mir sind diese gemeinsamen Mahlzeiten wichtig, denn die Zeit, die sie noch zu Hause verbringen wird ja immer kürzer. 

Nachteil ist wie immer beim Home-Office, dass alle denken „Mama ist ja zu Hause und für alles von Abwasch bis Wäsche zuständig“ –  daran arbeite ich noch… 

Auch beim Thema SELBST und STÄNDIG muss ich noch an mir arbeiten, besonders am Wochenende und im Urlaub. 

Hast Du Tipps für andere Mamas, die sich selbstständig machen möchten?

Wenn eine Idee in euch schlummert und ihr denkt, dass sie Potential hat, dann macht es! 

Nichts ist schlimmer als einer Idee irgendwann nachzutrauern.


Es gibt soviel Leute die immer nur über ihren Job meckern und schimpfen, aber nichts ändern. So wollte ich nicht werden – man muss sein Leben selbst in die Hand nehmen. Der Schritt der Kündigung und in die Selbstständigkeit erfordert sicher etwas Mut, aber es lohnt sich. Gut ist zumindest ein kleines finanzielles Polster, denn erstmal heißt es natürlich investieren. 

Man kann aus meiner Sicht nur gewinnen. Selbst wenn die Idee nicht funktionieren sollte – die vielfältigen Erfahrungen sind ein großer Zugewinn und öffnen sicher wieder neue Türen. Durch den Schritt in die Selbstständigkeit habe ich viele tolle neue Menschen wie z.B.  Marlene kennengelernt, die ähnliche Wege gehen.  Kontakte knüpfen (Messen, Veranstaltungen für Gründer etc. ) ist natürlich super wichtig, um weiter zu kommen. 

Also, es gibt nur zwei Dinge die du falsch machen kannst: aufhören oder gar nicht erst anfangen!

Auf was dürfen wir uns bald bei happycitykids freuen? Wird es neue Städte geben?

Ja, ich arbeite an neuen Produkten. Seit neustem gibt es Frühstücksbrettchen im Stadt-Design Frankfurt und München, die anderen Städte folgen in Kürze… Außerdem ist noch ein kleineres Teppich-Format geplant, damit auch kleinere Kinderzimmer zukünftig nicht auf die kuschelweichen HappyCityKids Städte-Teppiche verzichten müssen.

Am liebsten würde ich ganz schnell, ganz viele neue Städte auf den Teppich bringen, um alle Kundenanfragen zu befriedigen. Es muss sich aber auch für mich irgendwann mal finanziell rechnen. Daher habe ich mir bis Ende des Jahres das Ziel gesetzt, dass die bestehenden Städte-Motive so gut laufen müssen, dass sie mir einen gewissen Grundumsatz gewährleisten, bevor ich in neue Designs investieren kann. Die neuen Stadtmotive müssen sich also leider noch etwas gedulden.

Liebe Sylvia, vielen lieben Dank für das Interview . Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Freude mit Deinem Business. 

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