Montagsinterview mit Kristin von Studio Kristin Engel

Heute startet meine neue Montags – Serie, in der ich erfolgreiche selbstständige Mamas vorstelle. 


Den Anfang macht Kristin von www.studiokristinengel.de
Kristin habe ich kennengelernt als ich auf der Suche nach einem Raumkonzept für mein neues Atelier ( www.by-marlene.de )in Berlin war. Kristin ist selbständige Architektin und Interior Designerin in Berlin und sie hat für mich einen besonderen Ort mit Charakter geschaffen. Ich bin jedes Mal so glücklich, wenn ich morgens mein Atelier betrete.

Aber liebe Kristin, erzähle selbst!


Wer bist Du und wieviele Kinder hast Du?

 Hallo! Ganz lieben Dank, dass ich gleich den Start für diese tolle Serie machen darf. Es freut mich unheimlich, dass dein Atelier dich jeden Tag glücklich macht. Denn genau das ist es, was ich will und was ich liebe. Persönliche, schöne Orte schaffen, die nicht nur praktisch sind, sondern glücklich machen und Kraft geben. 
Ich bin Architektin, der Fokus meiner Arbeit liegt im Bereich Innenarchitektur, denn Farben, Materialien und Räume sind meine große Leidenschaft. Ich lebe und arbeite in Berlin und bin Mama zweier Mädchen – Tilda 3,5 Jahre alt und Frieda 1,5 Jahre alt.

Was hast Du vor Deiner Selbstständigkeit gemacht ? Wie bist Du auf die Idee zu Studio Kristin Engel gekommen?

Selbständig bin ich nun seit 2013. In den vier-fünf Jahren davor habe ich als Angestellte in größeren Architekturbüros gearbeitet. Das war natürlich eine prägende Zeit, denn ich konnte in diesen Jahren viel lernen und Erfahrungen mit Projekten sehr hohen Niveaus machen.

Und ich liebe es, hochwertig zu arbeiten! Doch was mir einfach immer fehlte, waren Leidenschaft, Individualität und die Möglichkeit selbstbestimmt arbeiten zu können.

Ich bin ein kleiner Freigeist, strenge Hierarchien sind mir zuwider und es engt mich einfach fürchterlich ein, nur Dienst nach Vorschrift machen zu dürfen.

Ich habe tolle Ideen, Energie und Leidenschaft, die konnte ich damals nie ausleben. Erst war’s mir gar nicht so bewusst, doch stumpfte in meiner Arbeit immer mehr ab, verlor total die Lust und Energie und fand mich plötzlich mit Burn-out wieder. Das war ein anfangs schleichender Prozess, der aber im großen Knall endete. Da war mir sofort klar, ich kann und will das nicht mehr. Ich bin nicht der Typ für sowas und muss einfach meinen eigenen Weg gehen.

Ich hab’ nie Für und Wider abgewogen, sondern einfach einen U-Turn hingelegt und bis heute nicht eine Sekunde bereut. Egal, wie schrecklich anstrengend es manchmal ist. 

Was macht Dein Studio aus? Was erwartet mich, wenn ich eine Deiner Angebote buche?


Dich erwartet eine leidenschaftliche, einfühlsame, mitreißende Architektin! Hahaha! Ja, ich liebe wirklich, was ich tue und ich tue es mit vollstem Einsatz.

Ich erspüre, was meine Kunden wollen, lasse mich ganz auf sie ein und schaffe ihnen dann genau die Räume, die zu ihnen passen, die ihnen regelrecht gehören, weil sie so persönlich und berührend sind. Das ist etwas, was die Arbeit als Angestellte nie bieten konnte, weil diese sehr persönliche Beziehung fehlte.

Man kann sie nicht herstellen, wenn noch eine Firma/ein Chef dazwischen steht, dessen Philosophien und Wünsche man zu erfüllen hat. In meinen neuen Räumen stecken ein Stück weit meine Seele und die des Kunden. Ich will persönliche, tiefe Gestaltung und nicht Innenarchitektur von der Stange. Jeder Mensch tickt anders, hat andere Bedürfnisse, eine andere Geschichte. Mir ist es sehr wichtig, dass sich das auch im Ort widerspiegelt und er sich wirklich fallen lassen und Zuhause fühlen darf.

Ich will keine nette Umgebung schaffen, die eher Kulisse ist, sondern einen Ort voller Liebe, Kraft, Inspiration und Geborgenheit, an dem man sich stark und frei fühlen darf. Egal, ob das nun Atelier, Büro oder Zuhause ist.

Deine Kinder sind ja noch recht klein. Wie sieht Dein Alltag aus?


Puhhhh… sehr turbulent! Ich fühle mich täglich wie in einer Astrid-Lindgren-Geschichte. Michel, Lotta und Pippi auf einmal. Ach, das hatte ich letztens in meinem Newsletter geschrieben, da fiel es mir ein, die Formulierung ist sehr passend. Es ist wirklich immer Trubel, immer laut, immer will eine Gehör finden. Ab und an hätte ich gern mal Anika statt immer nur Pippi. 
Tilda, die Große, geht seit zwei Jahren in die Kita. Wir haben einen wirklich tollen Kinderladen und ich weiß, dass sie da super aufgehoben ist. Zu neun bringe ich sie hin, gegen 3, halb 4 wird sie wieder geholt. Man Mann hat seinen Arbeitsbeginn mit Absprache des Arbeitgebers bereits auf 6 Uhr gelegt, so dass er dann nachmittags gegen 4 wieder Zuhause sein kann und wir gemeinsam den Nachmittag verbringen können oder ich arbeiten kann.

Denn Frieda ist ja seit Geburt vor anderthalb Jahren Zuhause und kommt nun endlich nach den Sommerferien in die Kita. Ich habe die Zeit teilweise auch herbei gesehnt. Denn es fehlt momentan sehr an Struktur und mit Kleinkind Zuhause als Selbständige muss man schon extrem improvisieren. Und das muss man ja eh schon mit Kind! Routine gibt’s da nicht. Ich erinnere mich, dass ich sie letzten Winter auch zu einer Bemusterung in deinem Atelier mit dabei hatte und sie zwischen den Bodenbelägen herum krabbelte. So läuft das gerade. Wir haben uns da eingegrooved und es funktioniert irgendwie. 

Hast Du Tipps für einen entspannten Alltag mit kleinen Kindern und Selbstständigkeit?

Ich gestehe mir zu, nicht perfekt sein zu müssen.

Kristin Engel

Immer locker bleiben! Klingt doof, ist aber so. Als Selbständige mach’ ich die Regeln. Ich will und muss mir keine Gedanken über Vereinbarkeit und Beruf machen, ich vereinbare es einfach. Klar, man braucht ein gewisses Maß an Flexibilität, aber das braucht man mit Kindern ja eh.

Ebenso ist ein Maß an Struktur sehr hilfreich, was mir gerade wie gesagt ein bisschen fehlt. Das wird sich mit Kita-Start dann aber auch ändern. Das Leben ist bunt, turbulent und kostbar. Ich nehme jeden Tag mit seinen Höhen und Tiefen und versuche die Wellen möglichst gekonnt zu reiten, wie sie gerade auf mich zu rollen.

Ich gestehe mir zu, nicht perfekt sein zu müssen, Fehler machen zu dürfen, Dinge anders anzugehen, als ich oder andere es von mir erwarten. Und was soll ich sagen, das macht sogar Spaß und auch stolz. Denn wir wuppen tagtäglich ziemlich viel! Mut zur Lücke! Nicht die Kinder sind das Problem, wenn’s im Alltag nicht so klappt, sondern wir. Unsere teilweise verklärten Vorstellungen, unser Wunsch nach Perfektionismus, Pflichterfüllung und überzogene Erwartungen. Wir sollten viel mehr uns selbst vertrauen, Kinder einfach mit einbeziehen und mitlaufen lassen. Für mich gibt es keine Unterteilung in Arbeit, Familie und Freizeit, sondern einfach nur einen großen Topf bunten Lebens.

Auf was, liebe Kristin dürfen wir uns in nächster Zukunft von Dir freuen?

Oh, auf viele spannende neue Projekte, hoffe ich. Und auf meinen kostenfreien 4-wöchigen Online-Sommerkurs, der am 15. Juli startet! Der ist wirklich perfekt für Mütter und alle, deren Leben so richtig rockt. Denn hierbei erlernen meine Teilnehmer Schritt für Schritt, wie sie eine kleine Private-Lounge und Ruheinsel gestalten können, Raum für eine kleine tägliche Luxus-Auszeit also. Die Lounge lässt sich ins Büro ebenso wie Zuhause oder im Garten unterbringen. Wer dabei sein will, darf sich gern anmelden. Ich freue mich unheimlich über jeden Teilnehmer und auf tolle 4 Wochen. bit.ly/2RZ8pEp

Liebe Kristin, vielen Dank für das Interview und ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

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